Wisch (Adelsgeschlecht)

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Wappen derer von Wisch und der stammverwandten von Pogwisch

Wisch ist ein altes holsteinisches Adelsgeschlecht, das zu den Equites Originarii gehörte.

Das Geschlecht erschien erstmals urkundlich mit Marquardus de Stenwer. Dieser wurde 1216 vom Grafen Albert von Holstein mit einer Wiese (Latein: pratum) bei Schwartbuck im Kreis Plön belehnt.[1] Seine Söhne Thietbernus de Prato und Siricus sind beide im Jahr 1220 und Siricus als Ritter allein noch einmal von 1225 bis 1245 erwähnt. Die sichere Stammreihe beginnt urkundlich zwischen 1390 und 1424 mit Claus von der Wisch (Wisch = Niederdeutsch: Wiese). Die Wisch waren wappen- und stammesverwandt mit den Familien Pogwisch und Wulf.

Die Familie war in den Herzogtümern Schleswig und Holstein recht einflussreich und war im 15. Jahrhundert reich begütert. Das Adelsgeschlecht ist im Herzogtum Schleswig mit Claus Oswaldsen von der Wisch (1552–1621), Herr auf den Gütern Dänisch-Nienhof und Kaltenhof im Dänischen Wohld, ausgestorben. Im Herzogtum Holstein ist sie mit Heinrich Adolphsen von der Wisch († 1675), Herr auf Gut Wittmoldt, königlich dänischer Hofrat und Generalkriegskommissar in Schleswig-Holstein, ausgestorben. Die Familie insgesamt ist mit Hieronymus Christiansen von der Wisch (1788–1873) auf Embsen, Etelsen und Ruschbaden im Königreich Hannover erloschen.

Wappen auf Grabstein

Gleich den Pogwisch: In Blau ein springender rot bezungter silberner Wolf. Auf dem Helm mit blau-silbernen Decken der Wolf aus einem braunen Schanzkorb wachsend.

Westfälisch-geldrisches Adelsgeschlecht Wisch

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Die holsteinischen Wisch sind nicht mit den Herren von Wisch aus der Grafschaft Zutphen im Herzogtum Geldern zu verwechseln, die ihren Sitz auf der Burg Wisch sowie auf dem Kasteel Wisch in Terborg hatten.[3]

  • Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XVI, Seite 273, Band 137 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2005, ISBN 3-7980-0837-X
  • Johann Friedrich Gauhe, Des heil. Röm. Reichs Genealogisch- historisches Adels-Lexikon, S. 1917
  • Leopold von Ledebur, Adelslexicon der preussischen Monarchie, Band 3, S. 125

Einzelnachweise

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  1. Registrum I im Klosterarchiv Preetz; vgl. P. Hasse: Schleswig-Holstein-Lauenburgische Regesten und Urkunden, Band 1 (1886), Nr. 328
  2. Johann Caspar von der Wisch, in: Ostfriesische Landschaft
  3. Siehe niederländischen Artikel: Heerlijkheid Wisch