Hoher Brunnen bei Sollngriesbach

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Koordinaten: 49° 7′ 30″ N, 11° 24′ 22″ O

Hoher Brunnen

Der Hohe Brunnen ist eine Kalktuffterrasse bei Sollngriesbach, einem Ortsteil von Berching im oberpfälzer Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern.

Der Hohe Brunnen befindet sich etwa zwei Kilometer westlich von Sollngriesbach am Südhang des Taleinschnittes Sauleite.[1]

Das kalkreiche Wasser fließt hier über eine Geländestufe und hat über die Zeit zahlreiche Sinterterrassen gebildet. Die Entstehung ist ähnlich wie bei den Steinernen Rinnen. Das Niederschlagswasser der Alb-Hochfläche versickert und nimmt dabei viele Mineralien auf. Anschließend tritt es an einer Tonschicht (Ornatenton) wieder an zwei Quellen aus, die sich kurz vor den Terrassen zu einem kleinen Bach vereinen. Das Wasser hat hierbei eine Temperatur von etwa 8 Grad und erwärmt sich nur langsam. Dadurch wird Kohlendioxid an die Luft abgegeben und ein Teil des Wassers verdunstet. Begünstigt durch einen Moosbewuchs fällt Kalk aus und formt dabei die Sinterterrassen.

Die Terrassen sind etwa 40 Meter lang, 25 Meter breit und etwa 7 Meter hoch. Sie sind als Geotop (373Q004) ausgewiesen. Das Wasser mündet nachfolgend in den Kirchenbach, der nach etwa zwei Kilometer in den Main-Donau-Kanal mündet.

Hoher Brunnen, Gesamtansicht, September 2013

Der Zugang ist ganzjährig zu Fuß oder mit dem Fahrrad möglich. Unmittelbar in der Nähe führt der Weitwanderweg Frankenweg vorbei. Von Berching aus gelangt man gut über den Wanderweg Nummer 4[2][3] an den hohen Brunnen.

Nördlich befindet sich das Bodendenkmal Burgstall Hohenbrunnen und ein vorgeschichtliches Grabhügelfeld (D-3-6834-0017). Etwa einem Kilometer nördlich befindet sich die Steinerne Rinne bei Erasbach.

Commons: Hoher Brunnen (Berching) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. BayernAtlas: Lage des Hohen Brunnen (abgerufen am 15. Oktober 2013).
  2. Berching, Wanderweg Hoher Brunnen (Abgerufen am 14. November 2013).
  3. OpenStreetMap, Verlauf des Wanderweges Hoher Brunnen (Abgerufen am 14. November 2013).