Hans Ehard

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Hans Ehard (1961)

Hans Ehard (* 10. November 1887 in Bamberg; † 18. Oktober 1980 in München) war ein deutscher Jurist und Politiker der CSU.

1907 bis 1912 studierte er Rechtswissenschaften in München und Würzburg, wo er 1912 mit der Promotion zum Dr. jur. abschloss. Nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg 1914 bis 1918 wurde Ehard im September 1919 Mitglied in der Bayerischen Volkspartei (BVP) und trat im November 1919 das bayerische Justizministerium ein. Am 1. November 1923 wurde er II. Staatsanwalt beim Landgericht München I.

Während des Hochverratsprozesses 1924 gegen Adolf Hitler wegen dessen Putschversuchs war er in dieser Funktion Untersuchungsführer und Anklagevertreter und „die rechte Hand des I. Staatsanwalts Ludwig Stenglein“. (vgl. Wilhelm Hoegner: „Der schwierige Außenseiter“). Am 1. Januar 1926 wurde er Landgerichtsrat im bayerischen Staatsministerium der Justiz, am 1. September 1928 Oberregierungsrat und am 1. Mai 1931 Ministerialrat.

1933, nach der Ernennung von Hans Frank zum bayerischen Justizminister, schied Ehard freiwillig aus dem Ministerium aus und wurde am 1. September 1933 Senatspräsident am OLG München (Zivilsenat), zusätzlich 1937 Vorsitzender des Erbhofgerichts München sowie 1941 Vorsitzender des Deutschen Ärztegerichtshofs München.

Nach dem Zweiten Weltkrieg trat er 1945 in die CSU ein. 1945 war er kurzzeitig im Kabinett Schäffer Justizminister, anschließend im Kabinett Hoegner I Staatssekretär im Bayerischen Justizministerium und Mitglied der Verfassunggebenden Versammlung, ehe er am 21. Dezember 1946 zum Bayerischen Ministerpräsident gewählt wurde. Er stand zunächst der Regierung aus einer Koalition von CSU, SPD und WAV vor. Ab 21. September 1947 bildete Ehard eine reine CSU-Regierung, als die SPD ihre Minister zurückzog, und blieb Ministerpräsident bis zum 14. Dezember 1954. Von 1949 bis 1955 war er Parteivorsitzender der CSU.

Gedenktafel in Bamberg am Jakobsberg

Nach dem Rücktritt von Hanns Seidel wurde er vom 26. Januar 1960 bis 11. Dezember 1962 erneut Bayerischer Ministerpräsident, um dann im Kabinett Goppel I bis zum 5. Dezember 1966 wiederum das Justizministerium zu übernehmen.

Ehard war zudem von 1955 bis 1969 Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes sowie von 1956 bis 1963 Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). Er ist außerdem seit 1957 Ehrenbürger der Stadt München.

Sein Leichnam wurde auf dem Waldfriedhof in München/Alter Teil im Grab Nr. 86-W-12 beigesetzt.

[Bearbeiten] Politischer Weg

  • 1945 Bayerischer Justizminister
  • 1946–1954 Bayerischer Ministerpräsident
  • 1949–1955 Vorsitzender der CSU
  • 1950–1951 Bundesratspräsident
  • 1951–1952 Bayerischer Verkehrsminister
  • 1954–1960 Präsident des Bayerischen Landtags
  • 1960–1962 Bayerischer Ministerpräsident
  • 1961–1962 Bundesratspräsident
  • 1962–1966 Bayerischer Justizminister

[Bearbeiten] Literatur

Hilde Balke: Die Präsidenten des Bayerischen Landtags: von 1946 bis 1994, hrsg. v. Bayerischer Landtag, Landtagsamt, München [2001] ISBN 3-927924-23-7

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Hans Ehard – Bilder, Videos und Audiodateien
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