Barre (Tarn)

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Barre
Barre (Frankreich)
Barre (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Okzitanien
Département (Nr.) Tarn (81)
Arrondissement Castres
Kanton Les Hautes Terres d’Oc
Gemeindeverband Monts de Lacaune et Montagne du Haut Languedoc
Koordinaten 43° 45′ N, 2° 50′ OKoordinaten: 43° 45′ N, 2° 50′ O
Höhe 857–1065 m
Fläche 15,07 km²
Einwohner 209 (1. Januar 2021)
Bevölkerungsdichte 14 Einw./km²
Postleitzahl 81320
INSEE-Code

Barre (Weiler Gos) – Église Saint-Joseph und Château de Gos

Barre ist eine aus mehreren Weilern (hameaux) bestehende südfranzösische Gemeinde mit 209 Einwohnern (Stand 1. Januar 2021) in der weiteren Umgebung von Albi im Département Tarn in der Region Okzitanien.

Barre liegt in den südwestlichen Ausläufern des Zentralmassivs zu Füßen der Berge Mont Barre (1062 m) und Mont Gos (1065 m) in der Kulturlandschaft des Albigeois ca. 79 km (Fahrtstrecke) südöstlich von Albi im Regionalen Naturpark Haut-Languedoc in einer Höhe von ca. 925 m ü. d. M.[1] Das Klima ist gemäßigt; Regen fällt ganzjährig.[2] Hier entspringt das Flüsschen Viau, durchquert das Gemeindegebiet und entwässert zur Vèbre.

Bevölkerungsentwicklung

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Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2014
Einwohner 1092 1453 646 373 215 204

Der kontinuierliche Rückgang der Einwohnerzahlen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft und den damit zusammenhängenden Verlust an Arbeitsplätzen zurückzuführen.

Die Bewohner des Ortes lebten traditionell als Selbstversorger von der Landwirtschaft, zu der auch die Viehzucht (Schafe, Ziegen) gehörte.

Das zur Gemeinde Barre gehörende Château de Muratel wird bereits im 12. Jahrhundert erwähnt; im Verlauf der Französischen Revolution wurde es größtenteils abgerissen. Während dieser Zeit und im 19. Jahrhundert wurde Barre wiederholt mit einigen Nachbardörfern (z. B. Cabannes) zusammengelegt und wieder getrennt wurde bis letztlich die heutige Gemeinde entstand. Neben dem Hauptort Barre ist der Weiler Gos zu erwähnen.[3]

Sehenswürdigkeiten

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Gos – Backhaus
  • Die Häuser der Gemeinde sind zum Teil noch aus Bruchsteinen gebaut, jedoch größtenteils verputzt.
  • Im Weiler Gos steht ein steinsichtiges, in Teilen gewölbtes Backhaus aus dem 17. oder 18. Jahrhundert, in dessen Vorraum einige Werkzeuge und Gegenstände des ländlichen Lebens gezeigt werden.
  • In der Gemarkung Cantoul steht der Statuenmenhir von Cantoul ein jungsteinzeitlicher Menhir mit Einritzungen (Dolch oder Schwert).[4] Ein weiterer Stein (La Roche de Combeynart) wurde erst im Jahr 1987 als Statuenmenhir identifiziert.[5] Eine Kopie des Plo de la Matte genannten Steins befindet sich in den angrenzenden Gebieten des Départements Aveyron.
Commons: Barre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Barre – Karte mit Höhenangaben
  2. Albi/Barre – Klimatabellen
  3. Barre – Geschichte
  4. Barre – Menhir
  5. Barre – Menhir de Combeynart