Cromer-Warmzeit
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Die Cromer-Warmzeit (auch Cromerium, Kromer-Komplex oder Cromerium-Komplex genannt) ist eine Warmzeit im mittleren Pleistozän. Sie ist nach der Stadt Cromer in Nordengland benannt, wo die Spuren dieser Warmzeit erstmalig gefunden wurden. Im Gegensatz zu den Funden in Großbritannien stellt sich die Cromer-Warmzeit in Mitteleuropa als Cromer-Komplex dar, der sich in drei Eiszeiten und vier Zwischeneiszeiten unterteilt.
In Mitteleuropa begann der Cromer-Komplex vor ca. 850.000 Jahren und endete vor ca. 475.000 Jahren. Dem Cromerium-Komplex geht der Bavelium-Komplex voraus, es folgt die Elstereiszeit.
Eine bedeutende Fossilienfundstätte mit Tierresten des Cromer-Komplex sind die Mosbach-Sande, die nach einem ehemaligen Dorf bei Wiesbaden benannt sind. Diese Fossilien sind etwa 600.000 Jahre alt.[1]
[Bearbeiten] Siehe auch
- Stratigraphische Gliederung des Quartär für das norddeutsche Tiefland
- Saalekaltzeit (um 230.000 bis 130.000 Jahre vor heute),
- Weichselkaltzeit (um 115.000 bis 10.000 Jahre vor heute).
- Quartär
- Neogen
[Bearbeiten] Quellen
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Ernst Probst: Deutschland in der Urzeit. München: Bertelsmann, 1986. Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

