„Netiporn Sanesangkhom“ – Versionsunterschied

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'''Netiporn „Bung“ Sanesangkhom''' (เนติพร เสน่ห์สังคม; geboren am [[8. August]] [[1995]], gestorben am [[14. Mai]] [[2024]]<!-- Sterbeort und Sterbedatum fehlen, 2024-05-16 -->) war eine [[Thailand|thailändische]] [[Bürgerrechtler]]in. Sie war in ihrem Land für ihren Einsatz für demokratische Reformen und die Abschaffung des Straftatbestandes der [[Majestätsbeleidigung in Thailand|Majestätsbeleidigung]] sowie königlicher Privilegien bekannt.
'''Netiporn „Bung“ Sanesangkhom''' (เนติพร เสน่ห์สังคม; geboren am [[8. August]] [[1995]], gestorben am [[14. Mai]] [[2024]]<!-- Sterbeort und Sterbedatum fehlen, 2024-05-16 -->) war eine [[Thailand|thailändische]] [[Bürgerrechtler]]in. Sie war in ihrem Land für ihren Einsatz für demokratische Reformen und die Abschaffung des Straftatbestandes der [[Majestätsbeleidigung in Thailand|Majestätsbeleidigung]] sowie königlicher Privilegien bekannt. Sie starb 28-jährig in Haft nach einem Hungerstreik.


== Leben und Wirken ==
== Leben und Wirken ==

Version vom 16. Mai 2024, 18:15 Uhr

Netiporn „Bung“ Sanesangkhom (เนติพร เสน่ห์สังคม; geboren am 8. August 1995, gestorben am 14. Mai 2024) war eine thailändische Bürgerrechtlerin. Sie war in ihrem Land für ihren Einsatz für demokratische Reformen und die Abschaffung des Straftatbestandes der Majestätsbeleidigung sowie königlicher Privilegien bekannt. Sie starb 28-jährig in Haft nach einem Hungerstreik.

Leben und Wirken

Netiporn wurde als Tochter eines Richters geboren und hatte eine als Rechtsanwältin tätige Schwester. Schon in ihrer Jugend engagierte sie sich für eine Reihe sozialer und politischer Anliegen. So setzte sie sich für das Recht thailändischer Schüler ein, über ihre Frisuren selbst zu entscheiden, und unterstützte die LGBTQ-Gemeinschaft ihres Landes. Neben ihrem Engagement studierte sie Finanzwissenschaft und arbeitete nebenbei als Englisch-Tutorin. Ihr Lebensweg war stark von ihrem Einsatz für demokratische Reformen und Freiheiten geprägt.[1]

Netiporn schloss sich der monarchiekritischen Reformgruppe Thaluwang an, die sich für demokratische Reformen und die Abschaffung der Majestätsbeleidigung als Straftatbestand einsetzt.[2] Die thailändischen Gesetze über Majestätsbeleidigung gehören zu den strengsten ihrer Art auf der Welt und werden oftmals zur Einschüchterung von Kritikern der Monarchie verwendet.[2][3] Netiporn organisierte unter anderem Meinungsumfragen und Demonstrationen gegen königliche Privilegien.[1] Ihre Haltung brachte ihr mehrere Anklagen wegen Majestätsbeleidigung ein, die sie wiederholt ins Gefängnis führten.[1][2]

Im Jahr 2022 und erneut 2024 trat sie in den Hungerstreik, um auf die Missstände im Justizsystem und die Bedingungen politischer Gefangener aufmerksam zu machen.[1] Ihre letzte Inhaftierung begann am 26. Januar 2024. Trotz einer kurzzeitigen Wiederaufnahme der Nahrungsaufnahme verstarb sie am 14. Mai 2024 nach einem weiteren Hungerstreik im Gefängnis an einem Herzstillstand.[2][3] Ihr Tod weckte landesweit und international Aufmerksamkeit und Unterstützung für die Sache der Demokratiebewegung.[2][3]

Einzelnachweise

  1. a b c d Sven Hansen: Majestätsbeleidigung in Thailand: Im Hungerstreik gestorben. In: taz.de. 15. Mai 2024, abgerufen am 16. Mai 2024.
  2. a b c d e Koh Ewe: Detained Thai Activist ‘Bung’ Dies at 28. In: time.com. 14. Mai 2024, abgerufen am 16. Mai 2024 (englisch).
  3. a b c EPA: Thailändische Aktivistin stirbt nach Hungerstreik in Haft. In: tagesschau.de. 14. Mai 2024, abgerufen am 16. Mai 2024.